75 Jahre Löbke Federn

Als Zwei-Mann-Betrieb hat die Firma Löbke im Jahr 1935 an der Iserlohner Straße begonnen, Federn zu produzieren. Heute sind Seniorchef Dieter Rubach und Geschäftsführer Axel Schulze stolz auf das kontinuierlich gewachsene Familienunternehmen.

„Wir feiern in diesem Jahr unser 76-jähriges Jubiläum. Leider war uns eine Feier im vergangenen Jahr, zum 75-jährigen Bestehen, nicht möglich, was wir nun mit großer Freude nachholen wollen“, sagt Axel Schulze, der seit 15 Jahren den Betrieb leitet und dabei stets auf die Meinung seines Schwiegervaters Dieter Rubach vertraut. Der Seniorchef hat mit 16 Jahren seine Lehre an der Iserlohner Straße aufgenommen. Das war im Jahr 1952. „Ich habe als kaufmännischer Auszubildender angefangen, bildete mich zum Betriebswirt weiter und konnte letztlich im Jahr 1980 die Firma von Wilhelm Löbke und seiner Frau Hedwig übernehmen“, blickt Dieter Rubach auf die Vergangenheit zurück.

Er kann sich bestens daran erinnern, wie die Firma gewachsen ist. „Der Platz war sehr eng. In drei Etagen haben wir produziert und unsere Federn in Handarbeit hergestellt“, berichtet er. „Im Zuge der Automatisierung haben wir stets neue Maschinen erworben, was jedoch zu vielen Beschwerden der Nachbarn führte, weil die neuen Automaten viel zu laut waren“, schmunzelt der Senior-Chef. Produktion im Lennetal

Nachdem die damaligen Standortfaktoren einer Expansion im Wege standen, musste ein neuer Firmenstandort gefunden werden. 1989 verlagerte die Firma ihre Produktion ins Lennetal, wo sie bis heute ansässig ist und in großer Bandbreite Federn produziert. „Wir stellen Druck- und Zugfedern, Bolzensicherungselemente, Draht­biegeteile, Schenkelfedern und Sonderteile her. Somit haben wir ein sehr großes Spektrum, das wir bedienen können“, erklärt Axel Schulze die Produktionsschwerpunkte.

Wann genau der erste Großauftrag für Aufschwung sorgte, können die beiden nicht genau sagen. Fest steht jedoch, dass die Firma einen kontinuierlichen Aufschwung nahm, der im Jahr 2008/2009 seinen größten Dämpfer hinnehmen musste. „Die Wirtschaftskrise hat auch uns nicht verschont, was in letzter Konsequenz auch zu Personalanpassungen geführt hat“, gibt Axel Schulze unumwunden zu, betont aber auch, dass die Firma Löbke gestärkt aus diesen schlechten Zeiten hervorgegangen sei. „Wir haben in diesem Jahr einen Großauftrag aus Südkorea gehabt“, so Schulze, der sich auch über die Einstellung von zwei neuen Auszubildenden freut. Besonders wichtig ist dem Geschäftsführer das Verhältnis zu den Mitarbeitern: „Da unser Erfolg von unseren Mitarbeitern abhängt, liegt uns deren Wohl und Wehe sehr am Herzen. Das hat unseren Betrieb schon immer ausgezeichnet.“

„Die Zeiten haben sich gewandelt. Die Innovationen schreiten schnell voran, so dass man stets mit der Zeit gehen und in neue Maschinen investieren muss“, wissen die beiden „Federn-Profis“. Stillstand bedeutet Rückgang. Eine Weisheit, die dem Familienunternehmen seit 76 Jahren zum Erfolg verhilft.

Autor: Christian Rasche